Mission Mudder 2017

Die meisten von euch haben sicherlich schon einmal von diesen „Matsch-Hindernisläufen“ gehört, die besonders in den USA unglaublich beliebt sind. Hier bei uns gibt es diese Mudder-Läufe zwischenzeitlich auch und nachdem Freunde von mir immer wieder erwähnten, wie gerne sie mal selbst an einem solchen Lauf teilnehmen würden, war der Entschluss schnell gefasst. Tough Mudder war uns nicht nur zu anspruchsvoll, sondern auch für den ersten Versuch zu teuer und ein bisschen zu weit weg. Wir sind dann auf den Mission Mudder Lauf gestoßen, ganz hier bei uns in der Nähe. Für 30,00 € Frühbucherpreis pro Person konnte man sich anmelden. 10 Kilometer mit insgesamt 30 Hindernissen standen uns bevor.

Am vergangenen Samstag hat der Lauf schließlich stattgefunden und ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß. Sich als Erwachsener im Matsch wälzen, ohne doof angeguckt oder gleich eingeliefert zu werden? Dann auf zu Mission Mudder!

Ich muss gestehen, wir haben den Lauf alle etwas unterschätzt. Wir sind ganz falsch an die Sache herangegangen. Wir waren der Meinung, dass bei 10 Kilometer mit insgesamt 30 Hindernissen die Laufstrecken sehr kurz ausfallen würden. Alle 300 bis 500 Meter mal ein Hindernis, davon waren wir ausgegangen. Wie sich hinterher herausstellte, war der Lauf etwas anders aufgebaut. Die Hindernisse waren oftmals unmittelbar hintereinander, sodass man direkt zwischen drei und fünf Hindenrisse beschreiten musste, um anschließend dann eine Strecke von 3-5 Kilometer zu laufen.

Ich bin keine gute Läuferin; war ich noch nie. Ich betreibe Kraftsport, halte mich fit, bin auch ziemlich gut im sprinten und mir machen auch Wandertouren von 30 Kilometer oder mehr nichts aus, doch wenn es ans Laufen geht, bin ich eine richtige Niete, was nicht an meinen Beinen liegt, sondern hauptsächlich an meiner Kondition, die kaum bis gar nicht vorhanden ist. Ich hatte schon früher immer ein paar Probleme mit der Lunge und das hat sich irgendwie bis heute durch mein Leben gezogen. Ich bin die meiste Zeit also tatsächlich schnell gegangen, bzw. habe eine Mischung von Laufen und Gehen vollführt, was super geklappt hat. Für den nächsten Lauf werde ich definitiv mindestens ein halbes Jahr vorher meine Kondition trainieren müssen, um beim nächsten Mal schneller ins ZIel zu kommen.

Negativ war ebenfalls, dass man bei den ein oder anderen Hindernissen manchmal bis zu 10 Minuten anstehen musste, weil es einfach so viele Läufer waren, die an dem Rennen teilgenommen haben. Das ist natürlich vor dem Hintergrund blöd, das die Zeit genommen wird und jeder Lauf, der länger als zwei Stunden dauert, als FAIL gilt.

Abgesehen von ein paar wenigen Hindernissen, die völlig sinnlos und einfallslos waren, waren die Hindernisse natürlich das Beste am gesamten Lauf. Von Rampen, über die man klettern bzw. springen musste, über Schlammgruben, durch die man sich Meter um Meter hindurchkämpfen musste bis hin zu Klettergerüsten war wirklich alles dabei. Der sogenannte Kaninchenstall (hier muss man sich unter einem Netz entweder durch Wasser, Sand oder Matsch robben) und die Schlammgruben haben mir persönlich den meisten Spaß bereitet. Das lustige an den Schlammgruben war, dass der Boden uneben ausgehoben war. Ging das Wasser bzw. der Schlamm einem an der einen Stelle nur bis zum Knie, machte man einen Schritt nach vorne und versank direkt mal einen Meter im Matsch. Man hat nichts gesehen, musste sich quasi durch die Schlammgruben ertasten. Es war eisig kalt, es hat geregnet, man war von oben bis unten voll mit Dreck und Matsch – aber der Spaß und die gute Laune stieg bis ins Unermessliche.

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Ganz gemein: das erste Hindernis war direkt mal hüfthoch durchs Wasser, sprich, man ist die kompletten 10 Kilometer schon mal pitsche patsche nass gelaufen. Das zweite Hinderniss war dann einer dieser Kaninchenställe, sodass man auch schön Gewicht am Körper hatte für den bevorstehenden Kilometerlauf.

Besonders fies war auch ein großer Container, der gefüllt war mit einer super ekligen und glibberigen Masse, die sich anfühlte wie Flüssigseife. Das Problem? Da wieder rauszukommen.

Man musste über Heuballen klettern, Bogenschießen (wenn man nicht traf, musste man 15 Burpees machen), sich über Matschlöcher hangeln und und und. Mein Highlight? So zielmich am Ende gab es eine riesige Rutsche, die von der Feuerwehr aufgebaut wurde. Wir hatten das Glück, dass der Lauf direkt an einem Badesee stattgefunden hat. Die Rutsche wurde vom Berg nach unten in den See geleitet. Während man also schön die Rutsche runter sauste, wurde man von allen Seiten noch mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen bespritzt, damit man auch ja nichts sehen konnte. Unten angekommen landete man dann erst mal im See, was gut war, um sauber zu werden. Dann gab es noch zwei kleine Hindernisse und das Ziel war erreicht.

Obwohl ich nicht zu den besten Läufern gehöre und die meiste Zeit schnell gegangen, anstatt gelaufen bin, habe ich die 10 Kilometer samt 30 Hindernissen in einer Stunde und 59 Minuten geschafft, ganz knapp also vor einem sogenannten Fail. Mein Ziel war es, den Lauf unter zwei Stunden zu bewältigen, was ich letztendlich auch getan habe und ich freue mich riesig darüber.

Ich würde jederzeit wieder an einem solchen Lauf teilnehmen. Der Spaß war grenzenlos; ich habe Bauchmuskelkater von dem vielen Lachen.

Ich glaube ich war in meinem ganzen Leben noch nie so dreckig; ich war nass bis auf die Knochen, habe gefroren bis zum geht nicht mehr, aber hatte eine großartige Zeit.

Der Schnellste der insgesamt ca. 1.500 Leute, die an dem Lauf teilgenommen haben, hat übrigens nur 43 Minuten für den kompletten Lauf gebraucht.

Habt ihr auch schon mal an einem solchen Lauf teilgenommen oder habt ihr es vielleicht sogar vor?

2 Kommentare zu „Mission Mudder 2017

  1. Wow ich hab dich ja schon auf Ig dazu beglückwünscht du Strahlemaus! Ich freu mich total das du eine so tolle Zeit hattest und bin mir sicher diesen Lauf wirst du nicht so schnell vergessen.
    Ich Sportmuffel träume manchmal davon und war auch neulich mal laufen, aber da ich echt schnell außer Atem bin , verfällt meine Laune immer …Joa aber mein Schatz meinte wir probieren es nochmal …
    Liebste Grüße Stella ♥

    Gefällt 1 Person

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