Weder hier, noch dort

Kennt ihr das Gefühl, euch keinem Ort so richtig zugehörig zu fühlen? Ich erlebe dieses Gefühl meist dann, wenn ich gerade von einer Reise nach Hause zurückkehre, sei es nun im Flieger, im Zug oder im Auto. Vor gut einer Woche bin ich von meinem Trip durch Italien zurückgekehrt und auf der fast achtständigen Fahrt von Mailand zurück nach Hause machte sich ein Gefühl der Unzugehörigkeit breit. Die elf Tage auf Tour waren wunderschön und am liebste hätte ich noch viel mehr Zeit investiert, dieses wunderschöne Land zu erkunden, doch natürlich war da auch diese Vorfreude; die Vorfreude aufs Nachhausekommen. Ich hatte das Gefühl, mittendrin zu stecken, zwischen Urlaub und zu Hause; zwischen weg sein und heimkehren. Ich war weder hier, noch dort.

Es ist dieses Gefühl, hin und her gerissen zu sein zwischen zwei Orten; zwei Welten, die man beide liebt, zwei Orte, von denen man einen gerade erst kennengelernt hat und den anderen sein zu Hause nennt. Der Berg der Brandung sozusagen, der Ort, an den man immer wieder zurückkehren kann, ganz gleich was kommen mag. Es ist ein tolles Gefühl, einen solchen Ort zu haben, wie ein Anker, der einen auffängt und vor dem Ertrinken rettet.

Ich liebe das Reisen und obgleich ich mich auch jedes Mal wieder auf mein zu Hause freue, dauert es meist nicht lange, bis mich das Fernweh wieder fest im Griff hat und ich mich nach anderen Orten, anderen Ländern und anderen Kulturen sehne.

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