Das Wunder des frühen Aufstehens

Frühaufsteher oder Langschläfer? Am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen oder nach draußen gehen, die Welt erkunden? Während für viele Menschen das frühe Aufstehen am Morgen ganz normal ist, tun sich andere schwer damit, sich aus den Betten zu quälen. Besonders im Herbst und Winter, wenn es morgens noch lange dunkel ist. Die Motivation fehlt, der Elan. Es ist kalt und ungemütlich; die warme Bettdecke umso kuscheliger und am liebsten würde man sich den ganzen Tag verkriechen in der wohligen Wärme des heimischen Bettes, liegen bleiben in den Armen des Partners, nur um noch einmal wegzudösen. Und wenn dann um zehn oder elf Uhr erneut der Wecker klingelt, das helle Licht von draußen sich durch die Schlitze des Rolladen drängt und einem immer wieder zuflüstert: Es ist Zeit, jetzt endlich mal aufzustehen, ist der Morgen schon vorüber, der halbe Tag verschlafen und ein wichtiger Teil des Tages blieb vollkommen ungenutzt.

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Rom, die ewige Stadt oder auch wo jeder Springbrunnen zur ultimativen Abkühlung wird

Rom, die ewige Stadt, erbaut auf den sieben Hügeln, gehört zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Jedes Jahr wieder wird das beeindruckende alte Rom von unzähligen Touristen aus aller Welt besucht, besonders viele übrigens aus den USA und aus Asien, wie ich auf meinem erst kürzlich stattgefundenen Städtetrip in diese wundervolle Stadt festgestellt habe. Gerade im Hochsommer, sprich während der Hochsaison im Juni, Juli und August ist es in Rom sehr heiß und nur selten unter 35 Grad. Gerade dann, wenn man sich für eine Städtereise entscheidet, ist vorherzusehen, dass man viel zu Fuß unterwegs sein wird. Gerne verzichtet man auf (öffentliche) Verkehrsmittel und macht sich zu Fuß auf Erkundungstour, was auch ich persönlich am liebsten tue. Die Stadt wie Einheimische begehen, einfach raus aus dem Hotel, festes Schuhwerk an und los laufen. Aus eben diesem Grund würde ich empfehlen, die Stadt eventuell nicht gerade in den heißen Monaten zu besuchen, da Temperaturen über die 35 Grad insbesondere in Großstädten wirklich sehr extrem und unangenehm werden können. Manchmal jedoch kann man sich den Reisetermin natürlich nicht aussuchen, wie auch in meinem Fall. Wir machten uns daher quasi auf den Weg in für uns schon fast subtropische Temperaturen, erkundeten die Stadt dennoch zu Fuß und legten sage und schreibe zwischen 20 und 30 km pro Tag zurück.

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Eine Liebeserklärung an den Herbst

Es sind die Tage zwischen Sonne und Regen, in denen sich der Herbst ankündigt, als wollte er sagen: „Genieß noch die letzten Sommerstunden. Bald bin ich wieder an der Reihe.“ Die Tage, die uns vorbereiten sollen auf die kältere Jahreszeit; an denen sich durch Regen und Stürme der Herbst uns allen in Erinnerung ruft. Die Tage, in denen uns der Sommer noch ein letztes Mal seine warme Temperaturen und angenehmen Sonnenstrahlen schenkt. Der Herbst löst die Trägheit des Sommers ab, lässt die Sonne hinter dichten Wolken verschwinden und verwöhnt uns mit frischer, regennasser Luft. Die Blätter färben sich so langsam bunt, die Straße lächelt uns feuchtnass entgegen während die restlichen noch grün gebliebenen Zweige sich in den immer stärker werdenden Windböen hin und her bewegen.

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Sedona – Paradies aus roten Felsen

Viele bezeichnen Sedona als den schönsten Ort auf Erden, ich selbst habe diese Stadt, von der ich zuvor noch niemals gehört hatte, als Paradies aus roten Felsen kennengelernt. Etwa 120 Meilen von der Wüstenstadt Phoenix und 100 Meilen vom Grand Canyon entfernt, liegt dieses wunderschöne Fleckchen Erde umgeben von riesigen Naturschutzgebieten. Die Landschaft ist wie geschaffen für Wanderer, Mountainbiker und Abenteurer. Nachts kann man das wunderschöne funkelnde Himmelszelt bestaunen, während am frühen Morgen Heißluftballons in den Himmel steigen und tagsüber abenteuerlustige Urlauber mit gemieteten Jeeps durch das holprige Hinterland fahren.

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12 Stunden in Mailand

Mailand, die zweitgrößte Stadt Italiens gilt als unterkühlt und so gar nicht dem italienischen Klischee entsprechend. Der Nahverkehr ist pünktlich, die Straßen sauber und die Menschen lange nicht so aufdringlich, wie in den südlicheren Teilen Italiens – und genau deshalb ist sie so originell.

Die als gefühllos verschriene Geschäftsstadt ist eine italienische Stadt, die irgendwie so gar nicht italienisch ist. Trotzdem steckt der Ort voller Geschichten, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, man muss sie nur finden. Im Gegensatz zu anderen Städten wie zum Beispiel Florenz oder Verona wirkt Mailand sehr zurückhaltend, elegant und kühl; wirkt auf Touristen als unspektakulär; lange nicht so interessant und schön, wie es die italienischen Städte weit südlicher tun. Allerdings hat die reichste Metropole ihres Landes so viel mehr zu bieten.

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Florenz – Liebe auf den zweiten Blick

Es war Liebe auf den zweiten Blick, das mit mir und Florenz. War Florenz eine der Städte, auf die ich mich am meisten gefreut hatte; eine Stadt, die bereits seit Jahren auf meiner Bucket-List Stück um Stück ein wenig höher rutschte, stellten sich in den anfänglichen Stunden Anzeichen von Enttäuschung ein. Ich weiß nicht ob es die Bücher waren, die ich gelesen oder die Filme, die ich gesehen hatte, die meine Erwartungen an dieses Stückchen Erde inmitten von Italien so hochgeschraubt hatten oder die Vorfreude einfach so groß und mit den Händen kaum zu greifen war, dass sich diese hohen Erwartungen wie von selbst eingestellt hatten.

Vielleicht waren die für meinen Geschmack zu hohen Temperaturen, vielleicht aber auch der falsch von mir gewählte Reisezeitraum August mitten in der Hauptsaison für meine anfängliche Enttäuschung verantwortlich zu machen. Die Stadt wirkte kleiner als erwartet; die Straßen viel zu eng oder einfach zu voll von all den Touristen, die von überall auf der Welt herkamen, um sich die Stadt in der wunderschönen italienischen Toskana mal etwas genauer anzuschauen. Man muss hier mehr menschliche Nähe zulassen, als einem vielleicht lieb ist. War es nicht ganz so beengt wie in Verona, lief man hier doch Seite an Seite mit wildfremden Touristen durch die Stadt auf der Suche nach den berühmten Sehenswürdigkeiten, die jeder, der Florenz besuchte, zumindest einmal sehen wollte.

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Weder hier, noch dort

Kennt ihr das Gefühl, euch keinem Ort so richtig zugehörig zu fühlen? Ich erlebe dieses Gefühl meist dann, wenn ich gerade von einer Reise nach Hause zurückkehre, sei es nun im Flieger, im Zug oder im Auto. Vor gut einer Woche bin ich von meinem Trip durch Italien zurückgekehrt und auf der fast achtständigen Fahrt von Mailand zurück nach Hause machte sich ein Gefühl der Unzugehörigkeit breit. Die elf Tage auf Tour waren wunderschön und am liebste hätte ich noch viel mehr Zeit investiert, dieses wunderschöne Land zu erkunden, doch natürlich war da auch diese Vorfreude; die Vorfreude aufs Nachhausekommen. Ich hatte das Gefühl, mittendrin zu stecken, zwischen Urlaub und zu Hause; zwischen weg sein und heimkehren. Ich war weder hier, noch dort.

Es ist dieses Gefühl, hin und her gerissen zu sein zwischen zwei Orten; zwei Welten, die man beide liebt, zwei Orte, von denen man einen gerade erst kennengelernt hat und den anderen sein zu Hause nennt. Der Berg der Brandung sozusagen, der Ort, an den man immer wieder zurückkehren kann, ganz gleich was kommen mag. Es ist ein tolles Gefühl, einen solchen Ort zu haben, wie ein Anker, der einen auffängt und vor dem Ertrinken rettet.

Ich liebe das Reisen und obgleich ich mich auch jedes Mal wieder auf mein zu Hause freue, dauert es meist nicht lange, bis mich das Fernweh wieder fest im Griff hat und ich mich nach anderen Orten, anderen Ländern und anderen Kulturen sehne.